ZUSAMMENFASSUNG DER ERZEUGNISMERKMALE

1. BEZEICHNUNG DES ARZNEIMITTELS

CEA-Scan

2. QUALITATIVE UND QUANTITATIVE ZUSAMMENSETZUNG

Markierungsbesteck zur Herstellung von 99mTc-markiertem CEA-Scan.

Jedes 3-ml-Fläschchen enthält 1,25 mg Arcitumomab (anti-CEA IMMU-4 Fab’ monoklonales Antikörperfragment Aus der Maus mit 5% des Gesamtproteins als F(ab')2 oder H' und L-Ketten Fragmenten) auf einen pH-Wert von 5-7 gepuffert, 0,29 mg Zinn(II)-chlorid, Natriumchlorid, Kaliumnatriumtartrat, Natriumacetat, Saccharose, Argon.

3. DARREICHUNGSFORM

Trockensubstanz zur Injektion.

4. KLINISCHE DATEN

4.1 Anwendungsgebiete

CEA-Scan ist nach der Rekonstituierung mit Natriumpertechnetat-Lösung [99mTc] zur szintigraphischen Verwendung nur bei Patienten mit histologisch nachgewiesenem Kolon- oder Rektumkarzinom zur Darstellung von Rezidiven bzw. Metastasen indiziert. CEA-Scan dient als Zusatzverfahren zu standardgemäßen nicht-invasive Bildgebungsverfahren bei den o.g. Patienten, wie z.B. Ultrasonographie oder Computertomographie in folgenden Situationen:

4.2 Dosierung und Verabreichung

CEA-Scan wird vor der Verwendung mit Natriumpertechnetat-Lösung [99mTc] rekonstituiert und mit physiologischer Kochsalz-Injektionslösung auf ein Gesamtvolumen von 5-10 ml verdünnt.

Für Erwachsene wird eine Einzelinjektion von 1 mg, mit 750-1 000 MBq 99mTc markiertem Fab’-Fragment empfohlen. Die radioaktiv markierte Lösung (5-10 ml) sollte als intravenöse Injektion über einen Zeitraum von ca. 30 Sekunden erfolgen.

Immunszintigraphie unter Verwendung der Planar- oder SPECT-Technik sollte nach Möglichkeit zwei bis fünf Stunden nach der Injektion durchgeführt werden.

Wiederholte Anwendung wird im Abschnitt 4.4.10 erläutert.

4.3 Gegenanzeigen

Patienten mit bekannten Allergien oder Überempfindlichkeit gegen Mausproteine.

Schwangerschaft und Stillzeit.

4.4 Besondere Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen zur Verwendung

4.4.1 Verwendung von Radiopharmaka

4.4.2 Rekonstitution

Zur Zubereitung von CEA-Scan [99mTc] wird der Inhalt eines Fläschchens unmittelbar vor der Verwendung rekonstituiert. Der Inhalt vor Rekonstitution der Fläschchen darf nicht direkt an Patienten verabreicht werden.

4.4.3 Empfohlenes Bildgebungsprotokoll

Zur Lokalisierung von Kolon-/Rektumkarzinomen kann 2-5 Stunden nach der Injektion eine planare Ganzkörper-Szintigraphie durchgeführt werden. Dabei sollten planare Aufnahmen von Becken, Abdomen, Thorax und Kopf 2-5 Stunden nach der Injektion bei 500 000 registrierten Ereignissen pro Aufnahme vorgenommen werden. Zur Bilderfassung wird die Verwendung eines Analog- bzw. Digitalmodus und einer 128 x 128 Matrix empfohlen.

Weiterhin sollte eine Single-Photon-Emissionscomputertomographie (SPECT) des Beckens und des Abdomens 2-5 Stunden nach der Injektion durchgeführt werden. Empfohlene SPECT-Erfassungsparameter sind: 60 Projektionen um 360° im Schichtaufnahmeverfahren, 30 Sekunden pro Aufnahme in einer 64 x 64 Matrix. Datenverarbeitung anhand gefilterter Rückprojektion und Rekonstruktion in drei Ebenen (transaxial, koronal und sagittal) wird empfohlen.

Dieses Protokoll kann abhängig vom klinischen Problem variiert werden (z.B. zusätzliche SPECT des Kopfes). Wenn Spätaufnahmen durchgeführt werden (nach 18-24 Stunden), kann die Tumordarstellung unter Umständen durch die Darm- und Gallenblasenaktivität beeinträchtigt werden. Solche späten Aufnahmen sollten daher mit früher durchgeführten Aufnahmen (nach 2-5 Stunden) verglichen werden.

Aufgrund der Ausscheidung des markierten Fragments im Urin sollte der Patient vor der Aufnahme die Blase entleeren, um die Blasenaktivität zu reduzieren.

4.4.4 Tumorspezifität

CEA-Scan ist nicht spezifisch für Kolon-/Rektumkarzinom, da CEA-Expression ebenfalls bei anderen Karzinomen stattfindet. Dazu gehören verschiedene Karzinome des Gastrointestinaltraktes (z.B. Oesophagus-, Magen-, Pankreas- und Gallengangtumore), medulläres Karzinom der Schilddrüse und Karzinome der Lunge, der Mammae, der Ovarien, des Endometriums und der Zervix.

4.4.5 Falsch-positive Ergebnisse

In einer Studie von Patienten mit mindestens einem bekannten rezidivierenden oder metastasierenden Kolon-/Rektumkarzinom wurde 1 von 122 Patienten (0,8%) als falsch-positiv eingestuft. In einer Studie von Patienten ohne andere radiologische Anzeichen von Kolon-/Rektumkarzinom, jedoch mit klinischen oder biochemischen Anzeichen eines Rezidivs bzw. einer Metastasierung, wurden 11 von 88 Patienten (12,5%) als falsch-positiv beurteilt.

Regionen für potentiell falsch-positive Ergebnisse, insbesondere bei der planaren Szintigraphie, liegen im Bereich der großen Organe des Blutkreislaufes (Herz, größere Gefäße, etc.) bei sehr frühen Aufnahmen (1-3 Stunden nach der Injektion), im Bereich von Antikörperfragment-Metabolisierungszentren (Nieren und Blase) sowie im Intestinaltrakt bei späten Aufnahmen (18-24 Stunden nach der Injektion). Da bei späten Darm- und Gallenblasenaufnahmen (nach 18-24 Stunden) die Gefahr für falsch-positive Ergebnisse besteht, wird die Durchführung von Aufnahmen zu einem früheren Zeitpunkt, wie z.B. 2-5 Stunden nach der Injektion empfohlen. Falls spätere Aufnahmen jedoch zum Vergleich mit früheren Aufnahmen benötigt werden, ist normale Darmaktivität daran zu erkennen, daß die Bewegungen der aktiven Stelle im Darm bei frühen sowie bei späten Aufnahmen zu sehen sind, was auf unspezifische Lokalisierung hindeutet.

Bezüglich Tumoraufnahmen im Bereich der Nieren oder der Blase sollte das Entleeren der Blase vor der Aufnahme die Blasenaktivität reduzieren, und die Durchführung sorgfältiger SPECT-Aufnahmen im Nieren- und Blasenbereich wird empfohlen.

4.4.6 Heiße und kalte Läsionen, sowie "rim signs"

Ausschließlich heiße Läsionen oder solche mit heißem Randsaum ("rim signs") sollten als positiv im Sinne des Vorliegens eines Tumors interpretiert werden, es sei denn es existiert weitergehende Evidenz für die Interpretation einer kalten Läsion als maligne. Üblicherweise füllen "rim signs" oder kalte Läsionen im Laufe der Zeit auf. Aufgrund deren Hypoperfusion erscheinen große Läsionen oft als kalt. Von den als maligne eingestuften kalten Läsionen wurden alle (18 Läsionen) als maligne bestätigt, was zeigt, daß in einem Kollektiv von Patienten mit hohem Verdacht oder dem Risiko auf ein Rezidiv oder Metastasierung kalte Läsionen mit hoher Wahrscheinlichkeit maligne sind.

4.4.7 Bildgebungsleistung von CEA-Scan

4.4.8 Überempfindlichkeit

Anaphylaktische oder andere Überempfindlichkeitsreaktionen können bei jeder Verabreichung von Mausproteinprodukten auftreten. Angemessene Einrichtungen zur kardiopulmonalen Wiederbelebung und ausgebildetes Personal sollten zur unmittelbaren Verwendung für die Therapie einer Reaktion bereitstehen.

4.4.9 Human-Antimaus-Antikörper (HAMA)

HAMA wurden sowohl vor als auch nach einer einzelnen Gabe von CEA-Scan nachgewiesen (siehe Unerwünschte Nebenwirkungen). Gegen Fragment gerichtete HAMA wurden bei 1% der mit CEA-Scan behandelten Patienten beobachtet. Außerdem neigen Patienten, die bereits monoklonale Maus-Antikörperprodukte erhalten haben, eher zur Bildung von HAMA. Bei Patienten mit HAMA besteht eine größere Gefahr für allergische oder Überempfindlichkeitsreaktionen und geringere Effektivität bei der Tumordarstellung.

4.4.10 Wiederholte Anwendung

Klinische Daten zur Sicherheit wiederholter Injektionen wurden nur in 22 Patienten erhoben. Bei Patienten, deren Seren in einem geeigneten Assay keine Human-Antimaus-Antikörper (HAMA) aufweisen, darf wiederholte Anwendung in Abständen von nicht weniger als 3 Monaten stattfinden. Die vom Patienten erhaltene kumulative Strahlendosis muß dabei ebenfalls in Betracht gezogen werden.

4.4.11 Patienten unter 21 Jahren

Bisher wurden keine Studien mit Kindern und Jugendlichen durchgeführt.

4.4.12 Nieren- oder Lebererkrankungen

Formelle Studien bei Patienten mit Nieren- oder Leberstörungen wurden nicht durchgeführt. Aufgrund der geringen Dosis des verabreichten Proteins und der kurzen Halbwertzeit von 99mTc dürfte eine Anpassung der Dosis nicht erforderlich sein.

4.5 Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und andere Wechselwirkungen

Formelle Studien zu Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln wurden nicht durchgeführt, jedoch wurden bisher keine Arzneimittelinteraktionen berichtet.

4.6 Schwangerschaft und Stillzeit

4.6.1 Frauen in gebärfähigem Alter

Falls die Verabreichung radioaktiver Arzneimittel an Frauen in gebärfähigem Alter erforderlich ist, sind stets Informationen über eine potentielle Schwangerschaft einzuholen. Jede Frau mit ausgebliebener Menstruation sollte bis zum negativen Nachweis als schwanger betrachtet werden. In Zweifelsfällen muß die Strahlenexposition auf der geringstmöglichen, zur Einholung der klinischen Informationen erforderlichen Dosis gehalten werden. Alternative Methoden, die keine ionisierende Strahlung beinhalten, sollten in Erwägung gezogen werden.

4.6.2 Schwangerschaft

Untersuchungen mit Radionukliden an Schwangeren führen zwangsläufig zu einer Strahlenexposition des Fötus. CEA-Scan darf nicht während der Schwangerschaft angewendet werden. Die Gabe von 740 MBq CEA-Scan setzt den Embryo oder Fötus im Frühstadium einer Strahlendosis von 4,1 mGy aus.

4.6.3 Stillzeit

Bevor ein radioaktives Medikament während der Stillzeit verabreicht wird, sollte in Erwägung gezogen werden, ob die Verzögerung der Untersuchung bis zum Ende der Stillzeit vertretbar ist und ob unter Berücksichtigung des Aktivitätsübertritts in die Muttermilch das richtige Radiopharmakon gewählt wurde. Wird die Gabe als notwendig betrachtet, sollte die Stillzeit unterbrochen und die abgegebene Muttermilch verworfen werden. In der Regel kann die Ernährung mit Muttermilch wieder aufgenommen werden, wenn der Säugling durch den Gehalt in der Milch keiner Strahlendosis über 1 mSv ausgesetzt wird. Aufgrund der kurzen, sechsstündigen Halbwertzeit von 99mTc kann eine Dosis unter 1 mSv 24 Stunden nach der Applikation von CEA-Scan [99mTc] erwartet werden.

4.7 Auswirkungen auf die Fähigkeit zur Teilnahme am Straßenverkehr und zum Bedienen von Maschinen

Keine bekannt.

4.8 Unerwünschte Nebenwirkungen

1. Folgende leichte, vorübergehende Nebenwirkungen wurden berichtet: 1) vorübergehende Eosinophilie; 2) Übelkeit; 3) Bursitis; 4) Urtikaria; 5) generalisierter Juckreiz; 6) Kopfschmerzen; 7) Magenbeschwerden und 8) Fieber.
2. Unter einer Gesamtzahl von über 500 Patienten, die das Produkt bis heute erhalten haben, wurde ein einziger Fall eines epileptischen Grand mal-Anfalls berichtet, für den der Zusammenhang als möglich eingestuft wurde.
3. HAMA: Die Gegenwart von HAMA und Human-Antimaus-Fragment wurde vor und nach der Verabreichung von CEA-Scan berichtet ( 1% der Patienten entwickeln HAMA zum Antikörperfragment). Obwohl bisher über keine Überempfindlichkeitsreaktionen nach CEA-Scan Gabe berichtet wurde, besteht die Möglichkeit, daß solche Reaktionen auftreten und Überempfindlichkeitsreaktionen, anaphylaktischen Schock, Serumkrankheit oder Tod verursachen.

Bei jedem Patienten muß die Exposition gegenüber ionisierender Strahlung durch den erwarteten Nutzen gerechtfertigt sein. Die verabreichte Aktivitätsdosis muß dabei so gewählt werden, daß die resultierende Strahlendosis so gering wie möglich ist und dennoch das angestrebte diagnostische Ergebnis liefert. Exposition gegenüber ionisierender Strahlung wird mit der Induktion von Krebs und der potentiellen Entwicklung von Schädigungen im Erbgut in Verbindung gebracht. Bei diagnostischen nuklearmedizinischen Untersuchungen deuten gegenwärtige Erkenntnisse darauf hin, daß die Nebenwirkungen aufgrund der schwachen Strahlendosis bei niedrigen Frequenzen auftreten.

Bei den meisten diagnostischen Untersuchungen mit Hilfe nuklearmedizinischer Verfahren ist die abgegebene Strahlendosis (Effektivdosis/EDE) kleiner als 20 mSv. In bestimmten klinischen Umständen sind ggf. höhere Dosen gerechtfertigt.

4.9 Überdosierung

Die intravenöse Verabreichung therapeutischer Dosen von intaktem IgG und IMMU-4 F(ab’)2 von bis zu 25 mg verursachte bisher keine schwerwiegenden Nebenwirkungen. Fab’-Fragment ist nachweislich weniger immunogen als intaktes IgG oder F(ab’)2-Fragment.

Sollte der Fall eintreten, bei dem mit CEA-Scan eine Strahlenüberdosis verabreicht wird, kann die vom Patienten aufgenommene Dosis durch erhöhte orale oder intravenöse Flüssigkeitsgabe zur Förderung der Ausscheidung des radioaktiven Markers reduziert werden.

5. PHARMAKOLOGISCHE EIGENSCHAFTEN

5.1 Pharmakodynamische Eigenschaften

Pharmakotherapeutische Gruppe: Radiopharmakon zum Tumornachweis, ATC V09I A01.

Bei den für diagnostische Verfahren eingesetzten Konzentrationen und Aktivitäten scheint CEA-Scan [99mTc] keine pharmakodynamischen Wirkungen auszuüben. CEA-Scan [99mTc] ist nicht spezifisch für Kolon-/Rektumkarzinom, da CEA-Expression ebenfalls bei anderen Karzinomen stattfindet (siehe Abschnitt 4.4.4).

5.2 Pharmakokinetik Eigenschaften

Pharmakokinetische Studien wurden nach der intravenösen Verabreichung des Präparats durchgeführt. Eine Stunde nach der Infusion war der Blutspiegel 63% der Basisparameter, 23% nach fünf Stunden und 7% nach 24 Stunden. Die Verteilungshalbwertzeit betrug etwa eine Stunde, die Eliminationshalbwertzeit betrug 13 ± 4 Stunden, wobei 28% des radioaktiven Markers innerhalb der ersten 24 Stunden nach der Applikation im Urin ausgeschieden wurden.

5.3 Präklinische Sicherheitsstudien

Mit dem markierten sowie dem unmarkierten Präparat wurden nur sehr begrenzte präklinische Studien durchgeführt, die keine auffälligen Resultate ergaben. Es sollte dabei jedoch erwähnt werden, daß diese Studien keine Beurteilung von Mutagenität, Karzinogenität oder potentiellen Auswirkungen auf die Reproduktionsfähigkeit beinhalteten.

5.4 Strahlendosimetrie

Bei diesem Präparat beträgt die aus einer verabreichten Aktivität von 750 MBq resultierende Effektiväquivalentdosis normalerweise 9,8 mSv für einen 70 kg schweren Patienten.

99mTc zerfällt unter der Emission von g-Strahlung einer Energie von 140 keV und einer Halbwertzeit von 6 Stunden zu Tc, das als nahezu stabil betrachtet werden kann.

Strahlendosimetrie für individuelle Organe ergaben einen generell niedrigen Aktivitätsspiegel. Wie von einem Antikörperfragment von kleiner Molekulargröße erwartet werden kann, fand sich die größte Konzentration in der Niere. Die unten aufgeführten Werte wurden in Übereinstimmung mit der Medical Internal Radiation Dosimetry (MIRD) berechnet. Die Daten repräsentieren den Mittelwert aus zehn Patienten mit Ausnahme der Werte für die Nieren (neun Patienten), der Ovarien (acht Patienten) und der Hoden (zwei Patienten).

Zusammenfassung der normalen Organdosismessung
(µGy/MBq)CEA-Scan [99mTc]

Organ

Mittel

± SD

Blase

Niere

Milz

Leber

Rotes Knochenmark

Lunge

Ovarium

Ganzkörper

Hoden

16.6

100.3

15.9

10.4

9.9

7.7

7.7

4.6

4.5

3.6

31.7

4.5

2.9

2.0

1.9

1.5

0.8

0.6

Effektive Äquivalentdosis: 13,1 µSv/MBq
Effektivdosis: 9,1 m Sv/MBq

6. PHARMAZEUTISCHE DATEN

6.1 Liste der Hilfsstoffe

Zinn(II)-chlorid, Dihydrat
Natriumchlorid
Eisessig
Salzsäure
Kaliumnatriumtartrat, Tetrahydrat
Natriumacetat, Trihydrat
Saccharose
Argon

6.2 Unverträglichkeiten

Keine bekannt.

6.3 Haltbarkeit

Die Haltbarkeit dieses Präparatesatzes beträgt bei Lagerung bei 2-8 °C 36 Monate ab Herstellungsdatum.

Nach der Rekonstituierung und radioaktiven Markierung kann das Material bei Raumtemperatur (15-25°C) aufbewahrt werden und muß innerhalb von 4 Stunden nach der Rekonstituierung verwendet werden.

6.4 Besondere Lagerungsbedingungen

Den Kit bei 2-8 °C lagern.

6.5 Packungsgröße

1 Packung enthält:

1 Fläschchen mit je 1,25 mg lyophilisiertem CEA-Scan.

Die Fläschchen entsprechen den Anforderungen für Glas vom Typ I.

Die Fläschchen sind mit einem Stöpsel aus Brombutylkautschuk mit einem blauen flip-off Verschluß verschlossen.

6.6 Anwendungshinweise/Beseitigung

Lesen Sie vor Beginn des Aufbereitungsverfahrens die gesamte Anleitung sorgfältig durch.

Sämtliche Verfahren sind unter Einhaltung aseptischer Arbeitsweise und den üblichen Sicherheitsvorkehrungen im Umgang mit Radionukliden durchzuführen.

6.6.1 Zubereitung und Qualitätskontrolle

6.6.1.1 Zubereitung

  1. Stellen Sie 925-1110 MBq/ml Natriumpertechnetat [99mTc] (handelsüblich) in physiologischer Kochsalz-Injektionslösung bereit.
  2. Resuspendieren Sie das Lyophilisat, indem Sie das 925-1 110 MBq [99mTc] Natriumpertechnetat in ein abgeschirmtes Fläschchen mit CEA-Scan injizieren.
  3. Schwenken und schütteln Sie das Fläschchen etwa 30 Sekunden lang, bis das Natriumpertechnetat [99mTc] gut mit dem Antikörper durchgemischt ist. Lassen Sie die Markierungsreaktion mindestens 5 Minuten lang ablaufen. Geben Sie zur leichteren Entnahme 1 ml physiologische Kochsalz-Injektionslösung hinzu. Messen Sie die Aktivität des Präparates in einem geeigneten Dosiskalibrator.
  4. Entnehmen Sie auf der Basis der gemessenen Aktivität eine für die gewünschte Aktivität angemessene Menge des Präparats (750-1 000 MBq 99mTc, siehe Dosierung und Verabreichung). CEA-Scan [99mTc] ist nach fünf Minuten gebrauchsbereit. CEA-Scan [99mTc] kann nach der Zubereitung bei Raumtemperatur aufbewahrt werden und sollte innerhalb von vier Stunden nach der Zubereitung verwendet werden.
  5. Vor der Applikation sollte die Lösung visuell auf partikuläre Bestandteile und Färbung untersucht und bei deren Vorhandensein verworfen werden.

6.6.1.2 Qualitätskontrolle

Verdünnen Sie nach der radioaktiven Markierung des Antikörperfragments eine 10-µl -Probe mit 1,5 ml Kochsalzlösung. Bestimmen Sie die radiochemische Reinheit durch Sofort-Dünnschichtchromatographie auf kieselgelimprägnierten 1 x 9 cm Glasfaserstreifen unter Verwendung von Aceton als Laufmittel. Sobald sich die Laufmittelfront innerhalb 1 cm vom Streifenende befindet, entfernen Sie den Streifen, schneiden Sie ihn in die Hälfte und legen Sie die Hälften in getrennte Glasröhrchen. Analysieren Sie jedes Röhrchen in einem Gammazähler, einem Dosiskalibrator oder einem Radiochromatogramm-Analysator. Berechnen Sie den prozentualen Anteil an freiem Technetium wie folgt:

Aktivität in der oberen Hälfte des Streifens
% freies = x 100
Technetium Gesamtaktivität

Das radioaktiv markierte Präparat sollte nicht mehr als 10% freies Technetium enthalten.

6.6.2 Beseitigung

Der Behälter muß nach Gebrauch als radioaktiven Abfall entsorgt werden.

7. VERTRIEBSBERECHTIGTER

Immunomedics ,Europe
Haarlemmerstraat, 30, 2181 HC Hillegom The Netherlands

8. VERTRIEBSBERECHTIGUNGSNUMMER

9. DATUM DER ERSTEN ZULASSUNG/ERNEUERUNG DER ZULASSUNG

10. DATUM DER REVISIONEN DES TEXTS

9 January 1998

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